Fidel Castro

Von der Sierra Meastra nach Havanna

"Verurteilt mich, die Geschichte wird mich freisprechen "

(Fidel Castro, Moncada-Prozess, Oktober 1953)


Fidel Castro - Sierra Maestra

Fidel Castro am Beginn der Revolution
Nur wenige der Revolutionäre - unter Ihnen Fidel Castro, sein Bruder und Che Guevara überlebten die Ankunft in Kuba
Einzug nach Havanna, Jan 1959
Der triuphale Einzug der Revolutionäre im Januar 1959 in Havanna

Von der Sierra Meastra nach Havanna

Castros "Bewegung 26. July" oder "M-26-7" verfügte in Kuba über zwei Schwerpunkte:

Zum einen der städtische Kampf mit Propagandaaktionen, Sabotageakten und Bombenattentaten - vorwiegend in der Hauptstadt Havanna. Dieser Kampf war zunächst viel blutiger als die Guerilla-Aktionen Fidel Castros in der weit entfernten Sierra Maestra. Ein Großteil der sich stetig erhöhenden Repressalien des Regimes von Batista richtete sich gegen diese städtischen Untergrundkämpfer.

Der zweite Schwerpunkt - der Guerilla Kampf in der Sierra Maestra - kam nur langsam in Bewegung. Erst im Mai 1957 starteten die Revolutionäre erste Angriffe. Fidel Castros kleine Truppe in der Sierra Maestra wurden bis Anfang 1958 von der kubanischen Armee praktisch "in Ruhe" gelassen. Sie wurden von Batista einfach nicht ernst genommen. Es gab nur einige kleine Scharmützel. Das gab der Guerilla Zeit, sich nach den niederschmetternden Anfängen im zu reorganisieren.

Castro hatte in den Bergen wenige Kämpfer (etwa 200-300), aber eine hohe Unterstützung von den Bauern in der Region. Zum einen lag das daran, das er seine Leute anwies, alle Waren die mitgenommen wurden zu bezahlen, zum anderen gab es in der Sierra Maestra mit ihren verstreut lebenden Bauern eine Tradition des sozialen Banditentums gegen Großgrundbesitzer.

Eine gescheiterte Offensive von Batistas Truppen gegen die Guerilla zu Beginn des Jahres 1958 und Exzesse gegen die Bevölkerung Kubas ließen Batista die Unterstützung beinahe der kompletten Bevölkerung verlieren. Auch die USA entzogen ihm die Hilfen. Alle Waffenlieferungen der USA an den Diktator wurden im März 1958 eingestellt.

Ein gescheiterter Generalstreik im April 1958 ließ den Einfluss Castros und seiner "Bergler" (sierras) auch innerhalb der M-26-7 weiter wachsen.

Erst im Sommer 1958 verließen Einheiten der Guerilla die Berge Ostkubas. Unter der Führung Che Guevaras und Camilo Cienfuegos rückten Sie gegen die zentralen Provinzen Kubas vor. Obwohl Batista rund 10.000 Mann der Armee zur Verfügung standen, gelang es dem Diktator nicht, die Rebellen zu stoppen. Mitte 1958 wendeten sich immer größere Teile der Armee von der Regierung ab, kapitulierten oder desertierten.

Bei der Schlussoffensive ab November 1958 gelang es Guevara, die zentralkubanische Provinz Las Villas zu erobern und damit den Weg nach Havanna freizumachen. In der Silvesternacht 1958/59 packte Batista die Koffer und floh mit dem größten Teil der Staatskasse ins Exil. Zwei Tage später marschierte Che Guevara in die regierungslose Hauptstadt ein, Fidel Castro nahm am gleichen Tag Santiago de Cuba. Am 8. Januar 1959 erreichte Castro nach einem Triumphzug durch Kuba Havanna. Che Guevara wurde zur Legende und Castro war fortan der "Maximo Lider" Kubas und der Albtraum der USA.

Biographie

Kindheit

Vom Anwalt zum Revolutionär
Exil und Rückkehr nach Kuba
Von der Sierra Maestra nach Havanna
Der Weg ins "neue Kuba"
Der "Fidelismus"
Castro Privat
Fotoalbum