Fidel Castro hält gerne Reden und vor allem sehr lange Reden. Manche sollen 10-12 Stunden gedauert haben.
Dass der Marathon-Redner Castro eigentlich niemandem zuhören könne, wird von denjenigen bestritten, die schon einmal seine Gesellschaft genossen haben. Sie beschreiben ihn als einen Gesprächspartner, der seinem Gegenüber höchste Konzentration abverlange, weil er beispielsweise urplötzlich auf ein Stunden zuvor angeschnittenes Thema zurückkommt.
Castro redet emotional und versteht es, das Interesse seiner Zuhörer auch längere Zeit bei der Rede zu halten. Er ist ein Werber für sein Land, seine Revolution. Die Reden verlieren nichts selbst in der deutschen Übersetzung.
Wirklich ermüdend wirkt er nur, wenn er die Unzulänglichkeiten des verhassten kapitalistischen Systems anhand der Unzulänglichkeiten der Führer vor allem der USA dokumentiert und dabei endlose Zitate verwendet...
Hier nun eine Auswahl der Reden Castros:
- 40. Jahrestag des Sieges der Revolution (01.01.1999)
- Aula Magna der Zentraluniversität von Venezuela (03.02.1999)
- Welternährungsgipfel der Vereinten Nationen in Rom (16.11.1996)
- Welthandelsorganisation in Genf (19.05.1998)
- Interview: Die USA haben mich zu einem Mythos gemacht (2000)
