Fidel Castro

Castros Kuba - Wirtschaft

República de Cuba

Amtssprache:
Spanisch
Hauptstadt:
Havanna
Staatsform:
Sozialistische Republik
Fläche:
110.860 km²
Einwohnerzahl (2003)
11.184.023
Unabhängigkeit von Spanien
10. Oktober 1868 (erst 1902 durch Spanien anerkannt)
Währung: Kubanischer Peso, konverierbarer Peso
Zeitzone:
UTC (GMT-5)
Nationalfeiertage:
1.1. und 26.7
Internet-TLD:
.cu
Telefonvorwahl:
+53

Das Kuba Fidel Castros - Wirtschaft

Kuba, Satellitenbild der NASA
Satelitenbild der NASA

Wirtschaft

Kuba gehört zu den letzten verbliebenen sozialistischen Staaten. Das Wirtschaftssystem ist planwirtschaftlich in Kollektiven organisiert. Das seit der Revolution bestehende Handelsembargo der USA dauert an, ist sogar im Laufe der Jahre verschärft worden.

Kubas Wirtschaft war zur Zeit der Revolution vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wichtigstes Exportgut ist der Zucker. Wichtige weitere Agrarprodukte: Tabak, Rum, Zitrusfrüchte, Kaffee, Reis, Kartoffeln, Bohnen, Vieh.

Löhne und Gehälter in Kuba sind äußerst gering. 2002 waren etwa zwei Drittel der Bevölkerung beschäftigt und es gab eine Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent. Arbeitslose erhalten vom Staat Arbeitslosenhilfe. Die medizinische Versorgung sowie die Bildung sind kostenfrei. Die Lebensmittelversorung wird über sogenannte "Volksküchen" auch für die Ärmsten gewährleistet.

Mit der Annäherung Kubas an die UDSSR und der Eingliederung in den RGW nach 1960 wurden für die Zuckerexporte im Handel mit den RGW-Ländern feste Preise erzielt - im "Austausch" erhielt Kuba dringend benötigte Waren und Lebensmittel.

Nach dem Ende der UdSSR und dem Systemwechsel in den anderen RGW-Staaten kam es zum Zusammenbruch der Außen-Wirtschaft. Für den kubanischen Zucker konnte auf dem Weltmarkt nur noch ein Bruchteil der bisherigen Handelswerte erzielt werden. Seit 1991 spricht man in Kuba von der sogenannten "período especial" ("Spezialperiode"), einer schweren Wirtschaftskrise, die bis heute andauert.

Diese Wirtschaftskrise war Anlass für die Einführung marktwirtschaftlicher Elemente in Kubas Wirtschaft: 1993 wurde der US Dollar als "Schattenwährung" in Kuba legitimiert. Exilkubaner schicken die US-Währung in erheblichem Umfang an Verwandte nach Kuba was einer Art "Sozialer Apartheit" zwischen Kubaner mit Verwandten und denen ohne Verwandte hat entstehen lassen. Außerdem wurden im Rahmen einer Verfassungsänderung Auslandsinvestitionen, z.B. Joint-Ventures mit westlichen Touristik-Unternehmen, zugelassen, selbstständige Arbeit und freier Bauernmärkte wurden legitimiert.

Ein stringentes, sozialistisches Wirtschaftssystem ist damit nicht ersichtlich.

Der Tourismus zählt inzwischen zu den wichtigsten Devisenbringern des Landes. Die Versorungslage hat sich seit 1991 deutlich gebessert. Laut Human Development Index steht Kuba im Lebensstandard weit über Russland oder China.

Der US Dollar ist seit November 2004 wieder als offizielles Zahlungsmittel abgeschafft und durch den "Peso Convertible" ersetzt. Dabei gibt es festgelegte Wechselkurse für ausländische Währungen, bei denen der EURO stark bevorzugt wird.

Castros Kuba

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