Schätzungen zufolge ist die etwa 11 Millionen zählende Bevölkerung Kubas zu je einem Drittel europäischer, afroamerikanischer und gemischter (Mulatten) Abstammung. Die ursprünlichen Einwohner Kubas, die Arawak, wurden schon früh durch Krankheiten und Gewalt der spanischen Kolonisten ausgerottet.
Wichtiges Ziel Castros waren Regelungen zur Antidiskiminierung aufgrund von Hautfarbe. Eine Art "sozialer Apartheit" ist jedoch mit der Einfühung des US-Dollars als "Zweitwährung" und einer liberalisierung der Wirtschaft seit 1992 entstanden.
Durch eine Verfassungsänderung vom 12. Juli 1992 wurde Kuba von einem atheistischen Staat zu einem säkularen, wodurch auch Gläubigen die Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei ermöglicht werden sollte.
Der Katholizismus ist die stärkste Religionsgemeinschaft Kubas. Einigen Schätzungen zufolge sind etwa 35 Prozent der Kubaner katholisch getauft, darunter jedoch auch viele Santeria-Anhänger. Andere Schätzungen gehen von höheren Zahlen aus. Der Katholizismus scheint in höheren Gesellschaftsschichten stärker verankert zu sein, als in den niedrigeren. Im Januar 1998 besucht Papst Johannes Paul II. Kuba
Als Kubas Hauptreligion gilt neben dem Katholizismus die Santería, eine afro-katholische Mischreligion. Sie basiert auf der animistischen Religion der westafrikanischen Yoruba und ist stark mit katholizistischen Elementen versetzt. Da die Religion keine offizielle Struktur besitzt, sind die tatsächlichen Anhängerzahlen schwer zu ermitteln, nach offiziellen Schätzungen geht man in Kuba von mindestens 15-20 % der Bevölkerung aus.
Etwa die Hälfte der Bevölkerung Kubas bezeichnet sich als bekenntnislos.
